Marie-Thérèse
ESCRIBANO

Marie-Thérèse Escribano Vita English
 
"ICH BIN EIN VORBILD" von und mit Marie-Thérèse Escribano (Gitarre/Akkordeon: Rosemarie Radtke)
Marie-Thérèse Escribano (Foto: Maria Frodl)
Foto: Maria Frodl

Eine Farce die zeigt was es alles gibt oder geben könnte an positiven, negativen, absurden oder virtuellen Vorbilder. Aber vielleicht interessiert Euch auch zu sehen, auf welcher Art und Weise ihre gut bekannte Marie Thérèse einem pietätslose Klonverfahren unterzogen wurde.
Marie-Thérèse Escribano

 

Premieren-Spielserie ab 15. November 2011 im Theater Drachengasse, siehe Aktuelles    
             

Konzept, Gesang, Erzählung: Marie Thérèse Escribano
Gitarre und Akkordeon: Rosemarie Radtke
Filme: Ulrich Kaufmann

           

Ab 6. Dezember 2011 gibt es einen Live-Mitschnitt von diesem Programm auf DVD.
Erstmalig könnt Ihr sie nach den Vorstellungen im Theater Drachengasse (am 6. oder 7.12.) erwerben zum einmaligen Einführungspreis von € 15,- (sonst € 18,-)
 
Wer die DVD zugesandt bekommen möchte, bestellt sie bitte per Mail an mich unter dem Titel „Vorbild“ und überweise die Summe auf mein Konto 368 10 363 bei  der Erste Bank BLZ 20111.

Sobald die Überweisung bei mir eingelangt ist, versende ich die bestellten DVDs sofort!
Bitte die Lieferadresse und die Anzahl der Exemplare angeben – denn vielleicht braucht Ihr noch ein hübsches Weihnachtsgeschenk?!
 
Preis für 1 DVD    € 20.-  inkl. Porto und Verpackung.
2  DVDs kosten € 38,-
3  DVDs kosten € 45.-

   


Radio Orange Interview

Marie Therese Escribano im Gespräch mit Ronald Geppl und Betty de la Cruz über Idole, Vorbilder, das Leben aus der heutigen Sicht und Anregungen für die Zukunft
           
 

 

ICH BIN EIN VORBILD

Marie-Thérèse Escribano & Rosemarie Radtke
Rosemarie Radtke (li.) & Marie-Thérèse Escribano

In der Auseinandersetzung mit dem Begriff Vorbild haben mich dessen Entsprechungen im Französischen, Spanischen und Englischen: modèle, modelo, model, idol inspiriert. Dies erlaubte mir mit dem Begriff zu spielen, die Frage zu stellen, ob wir tatsächlich Vorbilder brauchen, Modelle also, die wir kopieren ohne erkennen zu wollen, dass uns das nicht gelingen wird, da eine Kopie nie das Original erreicht - und überhaupt: ist nicht jeder einzelne der vielen Milliarden Menschen auf der Erde ein Unikat? Ich gehe davon aus, dass Vorbilder Illusionen sind - und doch oder gerade deswegen fasziniert mich das Thema und anstelle einer psychologischen Studie versuche ich es mitunter ad absurdum zu führen.

Es genügt 100 Jahre zurück zu gehen, um die Lächerlichkeit der Vorbilder in der Mode bloßzustellen, wie das Beispiel der Werbung einer Schokoladefabrik in Spanien zeigt; oder einen Kontinent zu überqueren, wo zur Zeit der portugiesische Wasserhund von Barak Obama Furore macht.

Der Auftritt unserer Politiker in ihren tadellosen  Anzügen und Krawatten kriegt etwas surreales, wenn sie im Film von einer einzigen Person (ich) dargestellt werden. Dass sie die Politik verlassen, um in einen lukrativeren Beruf zu wechseln, ist wiederum nicht surreal sondern die tägliche Realität
„Wo bleiben die Vorbilder?“ fragt sich da die Tauben fütternde Frau Wodak und wünscht sich: „wären die Menschen doch so ehrlich wie die Tauben!“

Und wenn das Kind in der Patchwork Familie große Chancen hat, unter den unzähligen Stiefeltern und Stiefgroßeltern ein Vorbild zu finden, geht es ihm vielleicht nicht viel anders als dem Sprössling einer traditionellen (Klein-)familie: es wird auf jeden Fall - ob es will oder nicht - MODELLiert.

Das Frauenvorbild der Zeitschriften des spanischen Faschismus kann uns heute - zum Glück - nur mehr zum Lachen bringen,  aber so manche Zeremonien des katholischen Spanien meiner Kindheit gewähren Einblick in beängstigend strenge Vorbilder.

Schließlich verwischt sich das Mystische im Rauch und wir finden uns wieder im Heute und Hier der banalen Vorbilder des Alltags.   MTE.